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Ein neues Konzept zur Diagnostik der Osteoporose!
These 1
Postnatal ist die Festigkeit der Knochen gerade so hoch, um spontane Frakturen bei
willentlicher Krafteinleitung zu verhindern, egal ob die Kräfte gering, normal oder
übernormal sind . Die mechanische Stabilität ist das letztendliche Kriterium für die
Gesundheit des Knochens und das wesentliche Ziel seiner biologischen Mechanismen.
Das Erhalten der Stabilität steht vor anderen Funktionen des Knochens wie zum Beispiel
die Homeostase. Entsprechend These 1 hängt die Knochengesundheit nicht von der Knochendichte
oder der Knochenmasse ab. Vielmehr hängt sie von dem Verhältnis der Knochenfestigkeit
zu den Kräften, die auf den Knochen wirken ab.
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These 3
Postnatal wird die Knochenfestigkeit von zwei Faktoren bestimmt: ein Faktor ist bereits
bei der Geburt festgelegt ein anderer kommt danach hinzu. Bei der Geburt hat das Genom
in utero die Knochen mit deren grundlegender Anatomie und ihrer biologischen Funktionsweise
ausgestattet, welche die Anpassung an spätere Einflüsse erlauben. Zu jeder Zeit nach der
Geburt zeigen die Knochen bei postnatal paralysierten und normalen Gliedmaßen typische
Unterschiede in der Festigkeit und anderen Merkmalen. Diese Unterschiede spiegeln die Adaption
an mechanische Kräfte, die auf die Startbedingungen eines gesunden Gliedmaßes einwirken
wider und entsprechen dem normalen postnatalen Phänotyp. Knochen in vollständig gelähmten
Gliedmaßen spiegeln die Startbedingungen unter dem Einfluß genetischer und humoraler Agenten
nicht aber unter dem Einfluß normaler mechanischer Kräfte wider und entsprechen einem abnormalen
postnatalen Phänotyp. Knochen werden auch bei vollständiger und permanenter Immobilisation niemals
vollständig abgebaut und der verbleibende Anteil könnte die Startbedingungen repräsentieren.
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These 2
Die Festigkeit eines Knochens ist bei allen Osteoporosen und Osteopenien reduziert,
unabhängig davon wie sie definiert werden. Viele Studien haben gezeigt, daß einzelne
Werte wie Knochenmasse (BMC), Knochendichte (BMD), Ultraschallparameter sowie negative
T- und Z-Scores unterschiedlich unzuverlässige Parameter der Knochenfestigkeit sind.
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Experimentelle Daten zeigen tatsächlich einen engen Zusammenhang zwischen Muskelkraft und Knochenfestigkeit. Auch Untersuchungen bei Paraplegikern und bei Immobilisation bestätigen diese Thesen. Bestimmender Faktor für die Knochenfestigkeit ist die Muskelkraft. Für das Auftreten peripherer Frakturen ist zudem ein Sturz nötig. Das Sturzrisiko wird wesentlich durch die Muskelleistung bestimmt. Daher ist jede Diagnostik der Osteoporose oder Abschätzung des Frakturrisikos ohne die Untersuchung der Muskeln unvollständig. Anstelle von statistischen Normwerten dient die Messung der individuellen Muskelkraft als Bezug für die individuelle Knochenfestigkeit. |
 Comparison of muscle mass and bone mass |
 Comparison of muscle surface and bone surface |
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